In den letzten 48 Stunden sind zwei Trailer zu heiß erwarteten Blockbuster Fortsetzungen mit Männern in Anzügen erscheinen. Müsste man auf “Tron Legacy” 28 Jahre warten, erscheint eine Fortsetzung zu “Iron Man” im mittlerweile üblichen Hollywood Rhythmus. Man melke die Kuh, solange sie noch Milch geben kann.
Aber ich muss zugeben, daß mir der Iron Man Trailer besser gefällt, was vor allem der erneuten Charmoffensive durhc Robert Downey Jr. zu verdanken ist und dem selben Team, was wieder hinter den Kulissen zu Werke geht. “Tron” hingegen fand ich seinerzeit schon immer etwas kalt und dementsprechend hat mich auch der Trailer gelassen, auch wenn die Haudegen Bruce Boxleitner und der frische Oscar Gewinner Jeff Bridges wieder mit von der Partie sind.
Iron Man 2
Tron Legacy
Da wird der wichtigste Preis der kommerziellen Filmindustrie von zwei alten Hasen des Business präsentiert, zwei die niemanden mehr etwas beweisen müssen. Alec Baldwin und Steve Martin, zwei Schauspieler, die mit dem richtigen Material zu Höchstleistungen auflaufen können. Doch das alle passte an diesem Abend nicht. Die Veranstaltung wurde überraschenderweise mit einer Shownummer von Neil Patrick Harris eröffnet, einer der größten Charmegaranten, die die Unterhaltungsindustrie zu bieten hat. Doch leider war der Vortrag mehr “ein Kessel Buntes” (danke an @marthadear für den Vergleich) als Hollywood und kein Vergleich zu seiner spritzigen und cleveren Emmy Erföffnung.
Der folgende (eigentlich ja nicht mehr) Monolog mit Steve Martin und Alec Baldwin glich mit seinen angestaubten Witzen leider eher einer Karnevalsveranstaltung. Es ist zwar üblich, dass die Präsentatoren ein wenig Namedropping mit dem Publikum machen, doch dieses “Hey, there’s … [put in joke]” schmeckte schon schnell schal. Kein Vergleich zu der frischen und mit einem Strahlen vorgetragenen Eröffnung von Hugh Jackman letztes Jahr. Auch die wenigen Einspieler mit den beiden Moderatoren wirkten eher wie eine Folge “Harald & Eddie“, als Programm für eine der größten Shows der Welt. Man merkte leider, dass gerade Baldwin auf so hervorragend geschriebenes Drehbuch wie in “30 Rock” angewiesen ist und an ihm beileibe kein geborener Präsentator verloren gegangen ist.
Was die Preisverleihung an sich betrifft, scheint man sich jedes Jahr mehr an die Golden Globes annähern zu wollen. Das Rahmenprogramm wurde immer mehr reduziert, die nominierten Songs wurden nicht mehr vorgetragen und auch das Vorstellen der potentiell besten Schauspieler durch Kollegen hat stark an Glamour veloren. Aus dem Rahmen fiel Ben Stiller, der sich bei derartigen Zeremonien immer Mühe gibt und beweist, “Avatar” hätte auch ohne CGI gedreht werden können.

Den Regie Oscar bekam zu ersten Mal in der langen Geschichte des Preises eine Frau, den in einer guten Wahl Barbara Streisand an Kathryn Bigelow überreichen durfte. Beinahe untergegangen, weil Tom Hanks das Ergebnis ohne große Umschweife im Anschluß verkündetet ist die Auszeichnung für “The Hurt Locker” als bester Film. Sonst gab es wenig Überraschungen. Die Schauspieloscars wurde alle nach Plan vergeben und auch wenn Mo’nique für “Prescious” durchaus verdient gewonnen hat, hätte ich gerne Anna Kendrick für ihre Arbeit in “Up in the Air” dort oben gesehen, denn sie war das Herz des Films und hat ihn über einige Strecken auch gerettet. Sandra Bullock schaffte ein beeindruckendes Double diese Jahr: Sie gewann sowohl die “Goldende Himbeere“, als auch den Oscar als beste Schauspielerin. Mir ist nicht bekannt, daß dies schon mal jemand geschafft hat. Das großte Verwundern hat vielleicht der Auslandsoscar erzeugt, den weder “Das weiße Band“, noch “Un prophète” gewinnen konnten. Er ging nämlich an “El Secreto de Sus Ojos” aus Argentinien.
Im Anhang des Artikels findet ihr alle Gewinner des Abends.
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In der Nacht von Sonntag auf Montag werden die Oscars verliehen und wie jedes Jahr setze ich mich mich auch wieder vor den Fernseher, um die pro7 Übertragung inklusive roter Teppich Berichterstattung mit unserem Mann in Hollywood live zu verfolgen. Ein weitere Tradition ist es seit drei Jahren geworden, die Academy Awards auch auf twitter mit zu kommentieren. Dabei hat sich ein kleine illustre und gewitzte Runde gefunden, die ich dieses Jahr auch an dieser Stelle vorstellen möchte. Zugesagt haben schon Philipp von “Delphine Hauen“, Anne von “Oh, what a world.“, der Autor und Poetry Slammer Mischa aka gibraltarjunge, cinematze, eay von eayz.net und Nils von “I Heart Pluto“.
Sollte die Verzögerung beim Import von Twitter zu langsam sein oder gar nicht funktionieren, könnt ihr auch einfach der Liste der Teilnehmer auf Twitter folgen: http://twitter.com/peternoster/oscars2010
Wenn ihr noch mitmachen wollt, schickt mir euren Twitter Namen und alles was ihr in der Nacht auf twitter schreibt erscheint auch hier.
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Hier meine Tipps für die Oscars, teils mit Verstand (wer wird gewinnen), teils mit Herz (wer soll gewinnen) gewählt. Traditionsgemäß rechne ich nicht mit vielen Überschneidungen. Aber hey, ich liebe die Show und hoffe wir können uns dieses Jahr auch wieder auf eine Eröffnungs Musical Nummer freuen. Von Steve Martin kann ich mir das vorstellen nur Alec Baldwin würde seine Hüftsteife kaschieren müssen.
Und nicht vergessen, die Übertragung wird hier live kommentiert.
Best Picture: The Hurt Locker
Directing: Kathryn Bigelow – The Hurt Locker
Actor in a Leading Role: Jeff Bridges – Crazy Heart
Actress in a Leading Role: Gabourey Sidibe – Precious: Based on the Novel ‘Push’ by Sapphire
Supporting Actor: Christoph Waltz – Inglourious Basterds
Supporting Actress: Anna Kendrick – Up in the Air
Writing (Original Screenplay): Inglourious Basterds
Writing (Adapted Screenplay): An Education
Animated Feature Film: Up
Original Song: T-Bone Burnett, Ryan Bingham (“The Weary Kind”) – Crazy Heart
Original Score: James Horner – Avatar
Cinematography: The Hurt Locker
Film Editing: The Hurt Locker
Art Direction: Avatar
Costume Design: The Young Victoria
Makeup: Star Trek
Visual Effects: Avatar
Sound Mixing: Avatar
Sound Editing: Avatar
Foreign Language Film: The White Ribbon – Germany
Documentary Feature: The Cove
Documentary Short: China’s Unnatural Disaster: The Tears of Sichuan Province
Short Film (Animated): Wallace and Gromit in ‘A Matter of Loaf and Death’
Short Film (Live Action): Miracle Fish
“The Disappearance of Alice Creed” ist ein Indie Thriller von J Blakeson, der vor kurzem noch die schwere Aufgabe hatte, das Drehbuch für die Fortsetzung von “The Descent” zu schreiben. In seinem Regiedebut kann er auf einige interessante britische Schauspieler zurückgreigen. Gemma Arterton, die hier endlich mehr Screentime als in “Quantum of Solace” bekommt wird von Eddie Marsan (unvergesslich u.a. als Fahrlehrer in “Happy Go Lucky“) und Martin Compston (bekannt duch aufregende Filme wie “Red Road” oder “Sweet Sixteen“) entführt.
Der Trailer deutet die Grundprämisse an, die – richtig ausgespielt – einen spannenden Verlauf nehmen kann. In England läuft der Film am 30. April an, hierzulande riecht es für mich nach einer DVD Veröffentlichung.

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