Charlton Heston 1924 -2008
Charlton Heston, Darsteller vieler unbeugsamer Helden, ist im Alter von 84 Jahren gestorben. Seine markante Austrahlung hat meine Kindheit durch viele Sonntagnachmittage begleitet, an denen Religionsuntericht mit ihm als Moses spannender war, als Kirche. Er entführte mich nachts heimlich in eine Zukunft ohne Menschen und auf mit Affen bevölkerte Planeten. Orson Welles besetze ihn als Mexikaner in seinem Meisterwerk “Touch of Evil“. Er war “Ben Hur” und lüftete das Geheimnis von “Soylent Green“.
Seine Amtszeit von 1966-1971 macht ihn zum dienstälteste Vorsitzenden der “Screen Actors Guild”. In den letzen Jahren ist er hauptsächlich durch seine Unbelehrbarkeit als Präsident der “National Rifle Association of America” in Erscheinung getreten.
Mit ihm geht einer der charismatischsten Schauspieler des epischen Kinos — es gab kaum jemanden, der diese überlebensgrossen Charaktere so spielen konnte, wie Heston. Er stand wie ein Fels in den in der Brandung die seine Monumentalstreifen erzeugten.










“From my cold, dead hands” trübt dann die allgegenwärte Beweihräucherung doch.
ich habe es bewusst relativ unpolitsch gelassen, dass kann man andererorts zur genüge lesen. Ausseracht lassen sollte man aber in dem zusammenhang auch nicht seinen Einsatz für die Bürgerrechte in den 60ern und 70ern – upps, jetzt bin ich doch politisch geworden.