Trailer

Trailerparade

Zwei Wochen Urlaub gehen zu Ende, der Abstecher nach New York City war fantastisch. Den ganzen Tag habe ich jetzt verbracht, die Trailer der letzten 14 Tage zu sichten und habe so eine Rangliste von ausgewählten Videos aus diesem Zeitraum erstellt.

1. Where the Wild Things are
Ganz oben auf der Liste steht Spike Jonzes Kinderbuchadaption. Den neuen längeren Trailer habe ich mir ohne zu zögern drei mal hintereinander angeschaut. Hier scheint etwas ganz zeitloses zu entstehen, bei dem generationsübergreifend das Herz aufgehen kann.

2. The Lovely Bones
Peter Jacksons neuer Film kehrt zu den dramatischen Wurzeln von „Heavenly Creatures“ zurück und hat die in „Atonement“ fantastiche aufspielende Saoirse Ronan. Aber auch der Rest der Besetzung kann sich mehr als sehen lassen. Das dunkle Thema um ein junges Mädchen, daß aus dem Jenseits ihren Mörder überführen will, ist in farbenfrohen Fantasiewelten umgesetzt. Ich bin gespannt.

3. I’m Gonna Explode (Voy a explotar)
Badlands“ in Mexiko – das habe ich nach dem Ansehen des langen Videos gedacht. Wie in Terrence Mallicks Meisterwerk verschwinden zwei Teenager aus den Klammern der Erwachsenenwelt und suchen ihren ungestörten Zufluchtsort. Die offenbar ambivalente Beziehung zwischen den beiden Hauptdarstellern bringt eine weitere interessante Komponente für den Plotmix.

4. The Imaginarium of Doctor Parnassus
Heath Ledgers letztes Werk, daß er unter der Regie von Terry Gilliam leider nicht vollenden konnte, wurde durch einen Castingcoup fast noch interessanter. Die fehlenden Szenen wurden mit Johnny Depp, Jude Law und Colin Farrell vollendet und mit einer physischen Transformation erklärt, was einen nach Ansicht des Trailers gar nicht so ungewöhnich erscheint.

5. The Ghost
Nur 17 Sekunden gibt es zu Roman Polanskis neuen Film zu sehen. Darin wird Pierce Brosnan als britischen Premierminister eingführt und Ewan McGregor als sein „Geist“. Was soviel heißen wird, daß es sich um den Ghostwriter handelt. Erwarten darf man demnach einen Politthriller.

6. New York, I Love You
Von Paris nach New York – und ich gebe zu, daß ich den Trailer durch den kürzlichen Besuch in der Stadt etwas verklärt gesehen habe. Aber was soll’s – ich öffne mein Herz und lasse die Liebe zur Stadt nochmal durch mich fließen, auch wenn es zum Teil „Kitsch as Kitsch can“ heißt.

7. Zombieland
Zombieland hat alles, was ein mainstreamiger Horrorfilm braucht und nimmt sich zum Glück nicht so ernst. Ob ein amerikanischer „Shaun of the Dead“ in den Startlöchern steht, ist aber noch nicht zu sagen.

8. (untitled)
Pecker“ von John Waters hat vorgemacht, wie man die Bigotterie der Kunstszene gelungen umsetzt. Ob diese Satire in die gleiche Kerbe schlägt – schließlich hat Adam Goldberg andere Motive, als damals Edward Furlong – bleibt abzuwarten.

9. My Son, My Son, What Have Ye Done
Werner Herzog führt Regie, David Lynch produziert und Willem Dafoe sowie Michael Shannon und Chloë Sevigny spielen die Hauptrollen – und doch bekommen wir wieder ein unsägliches Voice Over vorgesetzt. Aber was dahinter steckt sieht sehr interessant aus

10. Cargo
Ein schweizer Science Fiction, der unverblümt auf den Spuren von Alien wandelt, ohne peinlich zu wirken, daß ist schon eine ordentliche Leistung. Mir hat der Trailer Spaß gemacht.

11. Cirque Du Freak: The Vampire’s Assistant
Harry Potter für Vampire. John C. Reilly bildete einen Jungen zum Vampir aus. Paul Weitz betrat mit „American Pie“ die Bildfläche und hat danach um „About a Boy“ haupsächlich romantische Komödien gedreht. Der lockeren Ton seines Debuts ist auch hier zu spüren und da könnte für mich das Problem mit dem Film liegen.

12. Gentlemen Broncos
Jared Hess dreht seinen dritten Film. Nachdem er mit „Nacho Libre“ nicht an die Stärke von „Napoleon Dynamite“ anschliessen könnte, kehrt er wieder in die Welt der Geeks zurück. Ein wenig hat man das Gefühl, daß es sich hier um einen Witz handelt, der schon zu oft erzählt wurde und einfach kein Ende findet. Aber erst mal bin ich im Zweifel für den Angeklagten und lasse mich gerne nochmal in eine Parallelwelt wie von Napoleon ziehen.

13. The Fourth Kind
Unheimliche Begegnung der vierten Art. Milla Jovovich spielt eine Psychaterin, die Interviewsession mit vermeintlich von Außerirdischen entführten Personen durchführt. Das ganze ist auf reale Ereignisse gemünzt, sieht aber nicht sehr interessant aus und Milla Jovovich überzeugt selbst in dem Trailer nicht als Psychaterin (außer in der gepixelten Szene).

One comment

  • Andreas A.
    18. August 2009 - 21:39 | Permalink

    Der Trailer für „The Imaginarium of Doctor Parnassus“ sieht großartig aus. Kann den fertigen Film kaum erwarten.

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