Filmbesprechungen

Die Filme meines Lebens #2 – 1974

1974

Hier der zweite Teil der Serie „Die Filme meines Lebens„, in der ich meine Lieblingsfilme seit meinem Geburtsjahr aufzähle. Ich habe mich jetzt entschlossen, aus der Top 10 eine Top 5 zu machen, damit die Liste nicht zu beliebig wird und die Auswahl aussagekräftiger ist. Kommen wir zum Jahr 1974, in dem ich meine ersten Geburtstag feiern konnte.

#1
The Conversation, Regie: Francis Ford Coppola
In diesem Jahr hatte Francis Ford Coppola den „Magic Touch“. Neben seinem Magnus Opus „The Godfather: Part II“ (dazu später mehr) drehte er einen weitaus kleineren Film, mit jedoch immens großer Wirkung und Bedeutung. Das ist aber auch zu 50% Hauptdarsteller Gene Hackman zu verdanken, der hier entgegen seinem naturell einen Abhörexperten spielt, der aus Paranoia und Schuldgefühlen sein, wenn auch kaum vorhandenes, Privatleben nach außen abschottet. Drehte Coppola den Film vorrangig als Charkterstudie, schlug der Film natürlich durch die Watergate Affäre in eine akutelle Kerbe. Coppola wurde allerdings nicht durch die akutellen Ereignisse inspiriert Er schrieb das Drehbuch schon Mitte der 60er Jahre, was „The Conversation“ umso bemerkenswerter macht. Gegen Ende entwickelt sich der ruhige Plot zu einem spannenden Thrillerfinale mit einem Ende, das mir die Schuhe ausgezogen hat.

#2
Chinatown, Regie: Roman Polanski
Roman Polanski hat hier den essentiellen Neo Noir geschaffen. Jack Nicholson stapft tief in den Korruptionssumpf, der sich um die Wasserrecht rund um Los Angeles mit sich bringt. Auch hier muß ich wieder sagen, daß der Film auf eine Note endet, die man so schnell nicht vergisst. Für Interessierte spricht Polanski hier für AFI über seinen Film.

#3
The Godfather: Part II, Regie: Francis Ford Coppola
An dem zweiten Teil des Paten kommt man in diesem Jahr nicht vorbei. Coppola erweitert seine Saga um den die Mafia Familie Corleone und Pacino ist wirkich eine Naturgewalt. Allein seine Reaktion nach der der Nachricht über die Abtreibung eines seiner Kinder lässt die Raumtemperatur um 30° fallen.

#4
Young Frankenstein, Regie: Mel Brooks
Komödien waren bisher rar in meinem Rückblick. Doch 1974 hat der produktive Mel Brooks eine meiner Lieblingskomödien inszeniert. Zum Teil liegt es an dem Sujet, daß mir als Freund des klassichen Horrors natürlich mehr als zusagt, aber auch an zum Teil sehr absurden Gags.

#5
Alice doesn’t live here anymore, Regie: Martin Scorsese
Nach „Mean Streets“ beweist Martin Scorsese, daß er auch ein Meister der leisen Töne ist. Strotze der Vorgängerfilm noch so vor Testosteron, widmet sich Scorses jetzt dem Südwesten der USA und einer Frau als Protagonistin. Ellen Burstyn fasziniert in der Rolle der frisch verwitweten Alice und verkörpert glaubwürdig die Wandlung von der Witwe mit Teenagerträumern zur Realistin mit neuen Lebenszielen.

Lobende Erwähnung
The Texas Chainsaw Massacre, Regie: Tobe Hooper
Phase IV, Regie: Saul Bass

Guilty Pleasure
Zardoz, Regie: John Boorman

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