Filmbesprechungen

Meine Geheimtipps der letzten 10 Jahre – Teil 1

nothing

Langsam müssen wir uns schon wieder auf eine neue Dekadenbezeichnung gewöhnen. Nach den sperrigen „Nullern“ folgen nun die „Zehner“. Und da solche Wechsel immer einen Rückblick mit sich bringen, habe ich meine DVD Sammlung nach Geheimtipps der letzten zehn Jahre durchgeforstet. Eine einfache „Best Of“ Liste hatte mir zu wenig Aussagekraft, zudem werdet ihr sie auch in der nächsten Zeit sicher auf der ein oder anderen Seite finden. Mit der folgenden Liste starte ich also meine perönliche Retrospektive, die Film beinhaltet, die meines Erachtens nach mehr Aufmerksamkeit verdienen, vielleicht nochmal gesehen werden sollten oder die zu ihrer Zeit untergenangen sind.

Nothing (2003)

Nach dem klaustrophobischen „Cube“ drehte Regisseur Vincenzo Natali den ernsthaften Cyberthriller „Cypher“, so war für seien dritten Spielfilm die Zeit reif, um die Sache etwas lockerer anzugehen. Herausgekommen ist eine Buddymovie, der seine Prämisse auf die Spitze treibt. Zwei Freunde, einer davon mit Agoraphobie gesegnet, wünschen sich den Stress und damit die ganze Welt weg, was tatsächlich in Erfüllung geht. Ich will nicht zuviel verraten, aber wie gesagt, Natali geht den Weg ins Nichts bis zum bitteren Ende.

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Primer (2004)

Ganze 7000$ benötigt Autor und Regisseur Shane Carruth, um einen der intelligentesten Zeitreisefilme überhaupt zu drehen. Nachdem die beiden Protagonisten zufällig das Prinzip der Zeitreise in ihrer Containerwerkstatt entdeckt haben, beginnen sie es zuerst für sichere Gewinnen am Aktienmarkt. Im Laufe der Zeit wollen Sie aber die neu gewonnen Macht auf weiter Aspekte ihres Lebens ausweiten. Im Video könnt ihr den kompletten Film sehen.

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Ich habe keine Angst (2003)

Dieser italienische Film zeigt, wie ein guter Jugendfilm aussehen kann und zugleich auch ein erwachsenes Publikum zu fesseln. In wunderschönen Aufnahmen und eingeteilt in Tageskapitel wird das Mysterium um einen verwahrlosten Jungen in einer Grube aufgedeckt. Dabei wird der Film ausnahmslos aus der Sicht des jungen Protagonisten erzählt und versprüht so einen ähnliche Atmosphäre, wie Guillermo del TorosThe Devils Backbone„.

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Calvaire (2006)

Der belgische Regisseur Fabrice Du Welz holt den Backwood Film in das belgische Hinterland und lässt den Hauptdarsteller zum Opfer einer bizarren Wandlung werden. „Calvaire“ ist ein vielen überzogenen Szenen nahe an der Geschmacksgrenze als schwarze Komödie erkennbar und weiß mit seinen Wendungen zu schockieren, ohne in die ausschweifenden Folterarien des Torture Porns abzudriften. Du Welz spielt bewußt mit vielen Klischees des Horrorgenres und mixt daraus eine atmosphärisch dichten dreckigen Film mit Langzeitwirkung.

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