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Roots bloody Roots: Stars und ihre Horrorwurzeln

Der Horrorfilm ist ein dankbares Genres für junge aufstrebende SchauspielerInnen. Nur hier werden immer junge frischen Gesichter gesucht, die um ihr Leben kämpfen. Und wenn es eine Marke zum Franchise schafft, potentiert sich das durch die vielfachen Fortsetzungen. So haben auch einige Stars ihre ersten Sporen mit mehr oder wenige blutigen Streifen verdient. Hier sind einige Beispiele.

Die Originale

1. Johnny Depp in „A Nightmare on Elm Street“ (1984)

Johnny Depp gab sein Debut bei ersten Auftritt von Freddy Krueger und starb darin einen der erinnerungswürdigsten Tode des Genres, der im folgenden Ausschnitt auch zu sehen ist. 1991 hat er in der Serie nochmal einen kleinen Cameo im 6. Teil „Freddy’s Finale

2. Kevin Bacon in „Friday the 13th“ (1980)

Einer früher Bacon und auch ihm ergeht es nicht besser als Johnny Depp. Eine ebenso denkwürdige Todesart ereilt Bacon und als junger Zuschauer lerntet man aus der „Friday“ Serie, dass nur sexuelle Enthaltsamkeit das Überleben sichert.

3. Jennifer Aniston in „Leprechaun“ (1993)

In ihrem Spielfilmdebut wurde der spätere Friends und Film Star von dem goldgeilen Leprechaun terrorisiert. Sie darf als erste in der Liste die volle Spielzeit überstehen. Wer aber in sage und schreibe fünf Fortsetzungen, in denen geht es unter anderem ins All und in tha Hood geht, weiterhin zu sehen bleibt, ist der Kobold selbst. Pure Magie halt.

4. Brooke Shields in „Alice, Sweet Alice“ (1976)

Das Erste, was bei dem folgenden Trailer auffällt ist, dass er offensichtlich vspäter produziert wurde und voll auf die Popularität von Brooke Shields setzt. So vermittelt er den Eindruck, bei der titlegebenden Alice würde es sich um die junge Brooke handeln, was falscher nicht sein kann. Denn sie ereilt schon zu Beginn ein tödliches Schicksal, was die Ereignisse um ihre Schwester Alice ins Rollen bringt. „Communion“, worunter der Film auch zu finden ist, ist der erste Film in dem Beitrag der keine Fortsetzung bekam. Vielmehr fühlt er sich mit seinen Twists, skurillen Charakteren und maskierten Morden wie ein europäischer Giallo an. Eine Empfehlung von mir, denn wie las ich passenderweise in einer IMDb Kritik „Easy To Miss, Hard To Forget.

Die Sequels

1. George Clooney in „Return of the Killer Tomatoes

Die Rückkehr der Killertomaten ist per se kein Horrofilm, sondern eine Parodie darauf und besonders bemerkenswert durch die Mitwirkung eines gewissen George Clooneys, der hier mit zeitgenössischen „Mullet“ auftritt.

2. Angelina Jolie in „Cyborg 2

Auch hier folgt wieder ein Trailer, der auf die spätere Popularität von Angelina Jolie baut. Der Film ist einer von vielen, die nach dem immensen Erfolg von „Terminator 2: Judgement Day“ folgten. In der ersten Hälfte der 90er war es schwer, den Cyborgs in den Videotheken zu entkommen.

2. Charlize Theron in „Children of the Corn III: Urban Harvest“ (1995)

Nun folgen drei ziemlich unbemerkenswerte Film aus einer Reihe, die auf einer Stephen King Story basiert. Für ein Franchise, dass auf einer Kurzgeschichte geboren wurde, sind erstaunliche sechs Forsetzungen, ein Reboot samt bald erscheinendem Sequel entstanden. Auffällig im Zusammenhang des Artikels sind nur die drei Schauspielerinnen, die hier ihre frühen Auftritte hatten. Den Beginn macht Charlize Theron mit einer kleinen Rolle als Anhängerin des Jugendkultes.

Naomi Watts in „Children of the Corn IV: The Gathering“ (1996)

Nach ihrer TV Karriere in Australien war Naomi Watts kurz zuvor nach als Sidekick in „Tank Girl“ zu sehen und fand sich im Anschluß in den Fängen der fanatischen Kornkinder wieder.

Eva Mendes in „Children of the Corn V: Fields of Terror“ (1998)

Eva Mendes erliegt in Teil 5 dem Kult der Kinder und opfert sich sogar für diesen. Selbst schuld, wenn man sich mit 18 Jahren für einen Glauben anfängt zu interessieren, der keine Volljährigkeit zulässt.

5. Paul Rudd in „Halloween VI: The Curse of Michael Myers“ (1996)

Dem späteren durch diverse Judd Apatow Komödien bekannte Rudd, darf statt ordentlich den Bass zu slappen, Michael Myers in dessen fünften Auftritt (obwohl es sich um Teil 6 handelt, aber über den aus der Reihe tanzden 3. Teil hüllt man besser den Mantel des Schweigens), einen zu verpassen. Im gleichen Jahr trat er noch in „Clueless“ an der Seite von Alicia Silverstone auf. Ich weiß allerdings nicht, welcher Film zuerst erschien, so lasse ich ihn für die Liste hier gelten.

6. Viggo Mortensen in „The Texas Chainsaw Massacre 3: Leatherface

Kommen wir zum Kettensägenschwinger „Leatherface“. Dieser Teil in gar kein so übler Film und Viggo Mortensen gibt tatsächlich einen guten Redneck Wahnsinnigen. Bekannt ist dieser Beitrag durch seine Tagline „The Saw is Family“ und in dem Zusammenhang durch die Tatsache, dass man es hier mit einer komplett neuen Familie zu tun hat – inklusive einer Tochter von Leatherface, die sich als besonders lernbegierig herausstellt, was die tödlichen Hobbies der Sippe betrifft. Weil ich keinen Clip von Mortensen gefunden habe, zeige ich das Review von Obscurus Lupa, bekannt von der Website „That Guy With The Glasses

Doppeltes Vergnüngen mit Renée Zellweger und Matthew McConaughey in „The Texas Chainsaw Massacre: The Next Generation“ (1994)

Der vierte Teil der Serie war bis zum Erscheinen von „The Texas Chainsaw Massacre: The Beginning“ der mieseste. Berüchtigt ist dieser Film neben seinen beiden Stars für seine Darstellung von Leatherface als Pizza essenden Transvestiten, was vielen Hardcore Fans des Franchises bitter aufstieß. Und wie in Teil 3 hat man es hier wieder mit einer neuen Familie zu tun, doch gibt sich dieser Beitrag eher wie ein loses Remake des Originals – mit einem seltsamen Verschwörungstwist.

Honorable Mentions

Philip Seymour Hoffman, „Lost“ Arzt Matthew Fox und (schon wieder) Renée Zellweger und Matthew McConaughey in „My Boyfriend’s Back“ (1993)

Eine Highschool Horrorkomödie, um einen untoten Schüler, der aus Liebe zum Zombie wurde. Aufgrund seiner teenagerfreundlichen Art passt er nicht auf die Hauptliste. Im folgenden Clip sieht man den späteren Oscar Gewinner Philip Seymor Hoffman… unglaublich.

Jennifer Connelly in „Phenomena“ (1985)

Jennifer Connelly ist nicht auf der Liste, weil sie schon zuvor durch Sergio LeonesOnce Upon a Time in America“ bekannt wurde. Umso bemerkenswerter ist, dass sie im Anschluß unter der Regie von Dario Argento in „Phenomena“ mitwirkte – ein Film der noch in die Kreativphase des italienischen Filmemachers gehört, die bedauerlicherweise spätestens mit der Jahrtausendwende endete. Nur seinen „Masters of Horror“ Beiträgen kann ich noch was abgewinnen.

John Travolta in „Carrie
Dass John Travolta den Bersorger des schicksalhaften Schweinebluts in „Carrie“ gespielt hat, ist kein großes Geheimnis und der Film ist einfach allgemein zu anerkannt, dass er auf die Hauptliste passt. Erwähnt haben wollte ich ihn trotzdem, auch wenn es schwer war, einen Clip mit Travolta zu finden.

2 Comments

  • 21. Juli 2011 - 23:04 | Permalink

    Tolle Liste! Ich mag ja Filme späterer Hollywood-Stars, die sie zum Anfang ihrer Karriere gemacht haben und sammel diese auch. Mir sind da drei weitere Filme eingefallen, in denen heutige Stars und Sternchen zu sehen sind:

    Killerparasit (1982) – Sci-Fi-Horror im Fahrtwasser von Alien unter der Regie von Charles Band entstanden, produziert von seine Empire-Studio, dem Vorgänger von Full Moon. In der Hauptrolle sehen wir hier Ashton Kutchers Darling Demi Moore.

    Cutting Class AKA Todesparty II (1989) – Ein Mittelmaß-Slasher als die Welle schon abebbte. Mit dabei der damals noch völlig unbekannte Brad Pitt.

    Angst – Das Camp des Schreckens (1983) – Lief im TV meist als Todesfalle am Mill Creek und ist ein feiner, kleiner Backwood-Horrorstreifen meiner Meinung nach. Unter den Teens, die sich mit dem unheimlichen Mörder in den Wäldern herumschlagen muss, befindet sich eine junge Daryl Hannah.

    Zum Herrn Travolta fällt mir übrigens noch ein, dass dieser im Okkulthorror The Devil’s Rain (Nachts, wenn die Leichen schreien), der ein Jahr vor Carrie entstand, eine klitzekleine Statistenrolle als Zombie hat. Die US-DVD vom Film weißt bei den Kapiteln mit der Betitelung „Travolta Zombie“ sogar auf sein auftauchen hin. Und der Herr Clooney war übrigens auch noch im sehr cheesigen Slasher Return to Horror High zu sehen.

  • 21. Juli 2011 - 23:14 | Permalink

    Wunderbare Ergänzungen. The Devil’s Rain kenne ich und erinnere mich an Ernest Borgnine als kultiges Kultoberhaupt.

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