Wenn die Menschen heute gewarnt werden müssen, reicht kein Stromausfall mehr. So greift Keanu Reeves als Klaatu im “The Day the Earth Stood Still” zu drastischeren Mitteln, um seine Botschaft zu verdeutlichen. Sind es die Straheln von “Gort“, die wir am Ende kurz aufleuchten sehen? Es gefällt mir nicht, dass Reeves so unmenschlich daher kommt. Michael Rennie als Klaatu wirkte sympathischer und konnte gut mit Kindern. Danach sieht es hier nicht aus.
Ich weiß nicht, was aus seiner “Barbarella” Version geworden ist, doch hat sich Robert Rodriguez jetzt mit seiner Freundin und Muse Rose McGowan einem neuen und ebenfalls schon bekannten Projekt zugewandt. Geplant ist ein neuer “Red Sonja” Film mit McGowan in der Hauptrolle. Rodriguez selbst wird den Streifen produzieren, Regie führt Douglas Aarniokoski, der schon mehrfach als “Assistant Director” für Rodriguez gearbeitet hat.
In einem Interview mit “USA Today” sage Rodriguez: “I was surprised when Rose brought me a script of Red Sonja that she liked. [...] I found it very entertaining. Sonja was strong, smart, cunning — just about everything she’d have to be to survive.”
[Quelle]
So gesellt sich dieser Reboot zur Auferstehung von “Conan“. Interessanterweise geben beide zu, die 80er Adaption mit Brigitte Nielssen nie gesehen zu haben, was für mich eigentlich nur Gutes bedeuten kann. Denn seien wir ehrlich: Bis auf die erste Conan Verfilmung lassen doch die beidenanderen Filme die Epik und Härte von Robert E. Howards Vorlage vermissen. Zur Erinnerung hier der “Red Sonja” Trailer:
Day of the Dead (Remake)
Statt eines Remake bekommt man es hier mit einer Neuinterpretation des Zombiethemas zu tun. So verkommt dieser Film zur Mogelpackung. Ich hatte vorgewahnt sein sollen, denn der Film beginnt mit balzenden Teenagers. Ein deutliches Indiz für Langeweile.
In der Folgezeit nimmt Regisseur Steve Miner (der die recht unterhaltsamen “Friday the 13th Teil 2″, “House” und “Lake Placid” gedreht hat) die Zeit, um die Ausbreitung der Zombieepedemie zu zeigen. Doch das Hin- und Herspringen zwischen drei Schauplätzen und das Verwenden von diversen stilistischen Mitteln, lässt einen eher vermuten, mam sieht drei unterschiedliche Filme sehen – und zwar schlechte.
Ist die Seuche erst ausgebrochen, verkommt der Film zum langweiligen und lächerlichen Spiessroutenlauf. Wer sich bisher immer über rennende Zombies geärgert hat, findet hier sein neues Feindbild. Die in Zeitraffer gedrehten Slapstick-Untoten sind einfach furchtbar. Als einer dieser Spezies in einem 180° Sprung auf allen Vieren wie Spiderman an die Sprung, hätte ich den Film abbrechen sollen. So habe ich mir die Vergewaltigung am Namen von Romeros tollen Original bis zum Ende angetan. Ein paar Punkte gibt es für Ving Rhames, der leider nur zu kurz zu sehen ist.
Ich bin mir nicht sicher, ob “It’s Alive” 1974 für einen messbaren Geburtenrückgang gesorgt hat, jedoch war der Film erfolgreich genug, um zweiFortsetzungen hervor zu bringen. Allerdings konnten diese nicht mit dem Originalschocker von Horrorspezialist Larry Cohen mithalten. Ein mutiertes Baby mit angeborenem Tötungsdrang hat man so vorher noch nicht gesehen und es gab sogar die Babycam: Nämlich dann wenn die Kamera in die subjektive Sicht des Mördersäuglings wechselte. Auch wenn der Film für heutige Sehverhältnisse eher langsam ist, vermag er immer noch durch einige wirklich unheimlich Sequenzen (die Geburt) und das moralische Fragen aufwerfende Finale mit einem wirkungsvollen letzen Satz zu überzeugen.
Nun also heute das Unvermeidliche: Der erste Trailer zum Remake ist erschienen. Was gibt es zu vermelden? — Die werden Eltern sind (wie bei Neuverfilmungen mittlerweile üblich) verjüngt worden und das Kind scheint nicht so schlimm mutiert zu sein wie im Original. Richtig schlecht sieht es nicht aus, aber originell geht anders. Hinter der Kamera sitzt der deutsche Regisseur Josef Rusnak, der zumindest mit dem im Jahr der Matrix leider untergangenem “The Thirteenth Floor” einen wirklich guten Virtual Reality Thriller ablieferte.
Und es stellt sich weiterhin die Frage, ob das Remake ausser einer internationalen Besetzung für uns deutschsprachigen Filmfreunde etwas neues zu bieten hat. Wahrscheinlich kann man es wie die “Pyscho” Coverversion von Gus Van Sant parallel zum Original laufen lassen.
Kommentare