In den letzten 48 Stunden sind zwei Trailer zu heiß erwarteten Blockbuster Fortsetzungen mit Männern in Anzügen erscheinen. Müsste man auf “Tron Legacy” 28 Jahre warten, erscheint eine Fortsetzung zu “Iron Man” im mittlerweile üblichen Hollywood Rhythmus. Man melke die Kuh, solange sie noch Milch geben kann.
Aber ich muss zugeben, daß mir der Iron Man Trailer besser gefällt, was vor allem der erneuten Charmoffensive durhc Robert Downey Jr. zu verdanken ist und dem selben Team, was wieder hinter den Kulissen zu Werke geht. “Tron” hingegen fand ich seinerzeit schon immer etwas kalt und dementsprechend hat mich auch der Trailer gelassen, auch wenn die Haudegen Bruce Boxleitner und der frische Oscar Gewinner Jeff Bridges wieder mit von der Partie sind.
Ich habe die perfekte Begleitung für “Hit Girl” aus “Kick-Ass” gefunden. Jonny Z (gespielt vom 10 jährigen Sam Ransom) ist ein echtes Kind der Post-Apokalypse und kämpft sich eigenhändig und -füssig durch die rauhe Welt.
Der Kurzfilm “Frame 137″ basiert auf einem Comic des “The Crow” Erfinders James O’Barr und wird offiziel mit dessen Einverständnis umgesetzt. Erstaunlich ist, dass der junge Hauptdarsteller seine Stunts komplett selbst übernommen hat. Der ausführende Kopf hinter dem unabhängigen Projekt ist der australischen Filmmacher Judd L. Tilyard, der schon mehrer Jahre in die Umsetzung seiner Vision gesteckt hat.
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Es sind gute Zeiten für Indie Science Fiction. In den letzten Wochen konnte ich einige Filme vorstellen, die alle im Schatte des “Moon” auftauchen. Gestern war es noch “Mars“, die Aliens im Büro in “The Drones” vor einigen Wochen und auch der kürzlich vorgestellte “Zonad” hat gewisse SciFi Elemente. Allen gemein ist das geringe Budget, das auf die ein oder andere Weise kreativ eingesetzt wird.
Bei “Earthling” verhält es sich wie bei Duncan Jones “Moon”. Es ist erstaunlich, wie viel Authentizität aus dem knappen Mitteln gekitzelt wird. Ebenfalls steht in “Earthling” der moralische Aspekt im Vordergrund. An Bord einer internationalen Raumstation kommt es zu atmosphärischen Störungen und in der Folge erfährt eine Gruppe Menschen, dass ihr Leben ein Lüge ist und sie in der Tat Außerirdische sind. Das stellt sie vor tiefgreifende Entscheidungen, ob sie unter den Menschen weiterleben oder ihren Weg nach Hause suchen sollen. Der Trailer selber setzt komplett auf Stimmung und lässt die ruhigen und beunruhigenden Bilder erst einmal für sich sprechen. Genug, um mich neugierig zu machen. Wie “Mars” läuft auch Earthling auf dem SXSW Festival.
Was macht ein unabhängiger Filmemacher, der eine Science Fiction Romantic Comedy auf dem Mars drehen will? – Er animiert viele Teile des Films und benutzt die Rotoscoping Technik, um den Film rund zu halten.
Ob Geoff Marslett aufgrund seines Namens dieses Thema wählte, bleibt ein Geheimnis des Regisseurs. “Mars” bringt den Mumblecore in All und mit ihm einen Protagonisten des Genres. Mark Duplass, Regiesseur von u.a. “The Puffy Chair” und “Baghead” und Schauspieler in dem meiner Meinung nach hervorragenden “Humpday” spielt die Hauptrolle. Ganz so hochwertig, wie in “A Scanner Darkly” wirken die Effekte natürlich nicht (eher wie ein Standard After Effects Filter), doch ich finde dem Experiment sollte man eine Chance geben. Der Film läuft dieses Jahr auf dem SXSW Festival.
Neil Marshall behält seinen Auteur Status bei und mit ihm auch seinen Hang zu knappen und knackigen Titeln. Nach “Dog Soldiers“, “The Descent” und “Dommsday” ist der Autor und Regisseur im alten Rom angekommen und lässt mit “Centurion” das CGI Blut spritzen.
Von dem klaustrophobischen Horror seiner ersten beiden Film hat er sich schon mit dem postapopalytpsichen “Doomsday” verabschiedet und schlägt diesen Weg weiter ein. Ein Gruppe römischer Soldaten trifft hinter den feindlichen Linien auf einen unberechenbaren Feind. Ähnlich wie Keira Knightley in “King Arthur” gibt hier Olga Kurylenko (“Quantum of Solace“) eine Kampfamazone mit Gesichtsbemalung und ich muss zugeben, dass ich dafür eine kleine Schwäche habe. In der Hauptrolle ist Michael Fassbender (u.a. “Inglourious Basterds“, “Hunger” und “Fish Tank“) zu sehen, von dem ich überzeugt, dass er nochmal richtig groß rauskommt. Nicht ganz so begeistert bin ich vom Framskipping in den Kampfszenen, der natürlich den offensichtlichen Vergleich mit Ridley Scotts “Gladiator” noch forciert.
Ein Bild hat mich aber dennoch an Marshalls Wurzeln erinnert. Die Hand, die sich aus dem Haufen toter Körper erhebt, sehe ich als Reminiszenz an das Ende von “The Descent”
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