Weihnachtsfilmtürchen #12 – Diner

Diner” von 1982 ist kein Weihnachtsfilm per se, treffen sich die Freunde doch für eine Hochzeit. Diese findet aber um die Weihnachtszeit statt und es gibt eine erinnerungswürdige Szene mit einer Baby Jesus Figur. Dies war die erste Regiearbeit von Barry Levinson und er hat eine illustre Schar an Jungschauspielern zusammengestellt, die denen des beinahe zeitgleich entstandenen “The Outsiders” in fast nichts nachgestehen – vor allem weil Mickey Rourke so verdammt cool in “Diner” ist.

Der Adventskalender bleibt jetzt für zwei Tage geschlossen. Ich bin unterwegs und habe dann leider keine Zeit, mein Filmpensum aufrecht zu erhalten.

Weihnachtsfilmtürchen #11 – The Children

Gestern war es noch heimelig im Shop um die Ecke, schon ist der Horror wieder zurück. In dem britischen Horrofilm “The Children” entwickelt sich ein Weihnachtsfest im Rahmen der erweiterten Familie anders als geplant. Statt strahlenden Kinderaugen glitzert Mordlust in diesen. Die Erwachsenen wirken ein wenig flach, doch spielt der Film mit dem schleichenden Gewaltpotential, das die beföllt und wie die Eltern mit dieser Situation umgehen. Ein Schatten des spanischen Terrorklassikers “Who Can Kill a Child?” liegt über “The Children”, denn wie wehrt man sich, wenn sich die eigenen Kinder gegen einen stellen? Er gönnt sich einige mutige Momente, die den Zuschauer kurz den Atem anhalten lassen.

Weihnachtsfilmtürchen #10 – The Shop Around the Corner

Nach den ganzen Verbrechen in den letzten Filmen musste ich heute wieder etwas weihnachtliche Stimmung aufkommen lassen und Ernst Lubitsch hilft mir dabei. Sein wunderbarer “The Shop Around the Corner” versprüht mit seinen schnellen Dialogen, der kammerspielartigen Atmoshpäre und den ausgefüllten Charakteren Charme aus allen Bildern. Etwas fies ist es schon, wie James Stewart mit der unwissenden Margaret Sullavan umspringt, doch das schöne Ende holt es wieder heraus.

Der Stoff wurde schon mehrmals verfilmt, zuletzt als “e-m@il für Dich” (wie antiquiert ist bitteschön diese Schreibweise) mit Meg Ryan und Tom Hanks, doch der Schauplatzwechsel und das moderne Setting kommen nicht gegen die Lebendigkeit dieser Filmperle von 1940 an, was vor allem daran liegt, dass jeder Figur eine Hintergrundgeschichte gegönnt wurde und auch nicht vor dunklen Plotwendungen halt macht, wie Selbstmordversuchen, Arbeitslosigkeit und Trennungen. Der

Weihnachtsfilmtürchen #9 – The Ref

Langsam komme ich in Weihnachtsstimmung, auch wenn wie gestern im 9. sehenswerten Weihnachtsfilm Häuser ausgeraubt werden. Dennis Leary ist nach einem missglückten Einbruch am Weihnachtsabend auf der Flucht und quartiert sich bei dem Ehepaar Caroline and Lloyd (Judy Davis und Kevin Spacey) ein, um so der Polizei zu entkommen. Allerdings hat er bei der Wahl der Geiseln nicht das glücklichste Händchen bewiesen, denn die beiden befinden sich mitten in einer Beziehungskrise, die auch der regelmäßige Besuch beim Paartherapeuten nicht lösen kann. Zudem wird am gleichen Abend noch der Rest der Familie erwartet, samt tyrannischen Mutter, so dass sich Leary gezwungen sieht, sich selbst an Eheberater vorzustellen, um das Essen über die Bühne zu bringen und seine Flucht vorzubereiten.

Vor “American Beauty” könnte Kevin Spacey in “The Ref” den desillusionierten Vorstadtsvater geben und liefert sich mit seiner Frau, dem Entführer und dem Rest der Familie scharfe Wortgefechte. Die Angst vor dem kriminellen Element im eigenen Haus vergessen, so daß in der Extremsituation endlich die unausgeprochenen Dinge auf den Tisch kommen. Ein toller Weihnachtsfilm, zu dem ich leider keinen Trailer gefunden haben, dafür aber eine kurze exemplarische Szene

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Weihnachtsfilmtürchen #8 – Bad Santa

Billy Bob Thornton ist der “Bad Santa“, ein egozentrischer, selbszerstörischer Panzerknacker, der mit seinem kleinwüchsigen Kumpanen zur Weihnachtszeit Kaufhäuser auspäht, um sie am Ende der Saison auszurauben. Ein Paraderolle für Thornton, der hier wirklich kein Blatt vor den Mund nimmt, was eine wahre Freude ist. Der sentimentale Teil des Films ist wohl dosiert und hat deswegen eine umso stärkere Wirkung.

Weihnachtsfilmtürchen #7 – Batman Returns

Weihnachtszeit ist Schurkenzeit – das muß Batman in seiner Rückkehr unter Tim Burtons Regie leider feststellen und kann sich während der Feiertage nicht zurücklehnen, denn er bekommt es mit dem Pinguin und Catwoman zu tun. Vor den Nolan Batmans, war dies mein Lieblingsfilm mit der Fledermaus, was nicht zuletzt an Michelle Pfeiffers bisher unerreichter Katze liegt. Da liegt die Meßlatte für Anne Hathaway in “The Dark Knight Rises” ziemlich hoch. Halle Berry ist ja gekonnt drunter her gelaufen.

Weichnachtsfilmtürchen #5 – Kiss Kiss Bang Bang

Robert Downey Jr. gerät durch eine gestohlenes Weihnachtsgeschenk in den Moloch von Hollywood und gibt sich als Privatdetektiv aus, um seine Jugenliebe Michelle Monaghan für sich zu gewinnen (hier zuckersüß im saisonalen Outfit). Schneller, wortgewandter Film von Shane Black, der vorher nur als Drehbuchautor tätig war (u.a. “Lethal Weapon“, “The Long Kiss Goodnight” aus Tür 1) und mit “Kiss Kiss Bang Bang” sein überaus gelungenes Regiedebut ablieferte und für Robert Downey Jr. auf dem Weg zum endgültigen Rückkehr auf die große Leinwand ein Wegbereiter war.

Weihnachtsfilmtürchen #3 – El Dia Del La Bestia

Weihnachten ist standesgemäß auch immer eine gute Zeit für den Antichrist, geboren so werden. So auch in “El Dia de la Bestia” von Alex de la Iglesia, eine hysterische mit Death Metal untermalte schwarze Horrorkomödie, wie es nur die Spanier machen können.

Wer des Spanischen mächtig ist, kann im Anhang des Artikels noch den ganzen Film sehen.

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Weihnachtsfilmtürchen #1 – The Long Kiss Goodnight

Ok, eine Herausforderung. 24 sehenswerte Weihnachtsfilme in 24. Tagen. Los geht es mit dem Actionfilm “The Long Kiss Goodnight“, der im deutschen “Tödliche Weihnachten” heiß, um seinen Platz in dem Kalender zu festigen. Handfeste Action mit Geena Davis in der Hauptrolle und Samuel L. Jackson als wirklich witziger Sidekick, der sich im Badness hinter Miss Davis einreihen muss.